Die Apothekenlandschaft Deutschlands verändert sich

Der Apothekenmarkt befindet sich in einem stetigen Wandel.

Seit Längerem befindet sich der deutsche Apothekenmarkt, Struktur, Zahl und Angebot der bewährten Apotheke vor Ort, im Wandel. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen ändern sich in immer kürzeren Abständen. Vor allem der Vertrieb von Arzneien hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Von der Dorfapotheke, wo detaillierte Fragen zu zum Medikament beantwortet und individuelle Arzneien zusammengestellt werden, geht der Trend zur Internetapotheke, in der man schnell und preiswert Medikamente online erwirbt.

Der Apothekenmarkt erwirtschaftet riesige Umsätze

Im internationalen Vergleich ist Deutschland der siebtgrößte Pharmamarkt. USA und Japan liegen ganz vorne. Und in der deutschen Gesundheitswirtschaft nehmen Apotheken mit jährlich etwa 40 Milliarden Euro Umsatz eine Spitzenposition ein. Ein Apotheker darf heute bis zu drei Filialen betreiben. Grund dafür: Der Arzneimittelmarkt hat sich gelockert. Der wird nicht durch den Endverbraucher, sondern durch den Arzt, der das Medikament verschreibt, bestimmt. Daher landen immer noch wenige Innovationen in der Apotheke und somit direkt beim Patienten. Diese Festbetragsregelung verhindert das. Sie gilt mittlerweile für beinahe zwei Drittel aller in Deutschland verordneten Medikamente.In Deutschland nimmt vor allem der Anteil des Direktgeschäfts deutlich zu. Und immer häufiger kommt es vor, dass die Pharmaindustrie mit Großhändlern exklusive Verträge zum Verkauf eines bestimmten Produktes abschließt. Die Verträge sind für beide Seiten lukrativ. Damit hat der Großhandel eine Monopolstellung und einen erheblichen Vorteil gegenüber der kleineren Apotheke. Und der Endverbraucher hat das Nachsehen in Form höherer Preise. Die Hersteller möchten ihr Direktgeschäfts ausbauen, wodurch die Apotheke immer mehr in den Hintergrund gerät. Der Apothekenmarkt verändert sich aber auch durch den Fall des Fremdbesitzverbotes. Denn seit dieser gesetzlichen Regelung können auch Kapitalgesellschaften, Einzelhandelsketten und pharmazeutische Großhändler Apotheken betreiben. Mit einer Einschränkung: In einer solchen Apotheke muss immer ein approbierter Apotheker als Geschäftsleiter arbeiten.

Internetapotheken: günstige Preise und schnelle Verfügbarkeit

2004 wurde mit der Gesundheitsreform erstmals auch der Versandhandel für Apothekenarzneimittel in Deutschland freigegeben. Seither können sich Patienten ihre Arzneien im Internet bestellen und nach Hause liefern lassen. Diese Versandapotheken sind als Internet- oder Onlineapotheken bekannt. Hier ist jedoch Differenzierung notwendig, denn hinter jeder Versandhandelsapotheke muss auch eine real existierende Apotheke stehen. In Deutschland betreiben etwa 10 % aller Apotheken zusätzlich Versandhandel im Internet. Apotheken dürfen seither den Preis für ihre rezeptfreien Medikamente selbst festlegen. In der Regel erhält man die Präparate über den Versandhandel einer Apotheke günstiger als in der Apotheke vor Ort. Internetapotheken bieten vor allem Menschen in ländlichen Regionen oder Menschen mit körperlichen Einschränkungen große Vorteile. Ausführliche Testberichte zu verschiedenen Versandapotheken finden Sie hier: www.apotheken-vergleich.com.

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