Heilerde bei strapaziertem Magen

Mit Heilerde gegen eine Gastritis vorgehen

Heilerde ist ein aus eiszeitlichen Lößablagerungen gewonnenes Naturprodukt, das vielseitig genutzt werden kann. Als Maske hilft es gegen Hautunreinheiten, kann als Wickel bei Prellungen, Quetschungen oder Krampfadern helfen oder selbst der Haarpflege dienlich sein. Heilerde wird unter anderem auch zur Linderung von Rheuma, Halsschmerzen, Neurodermitis, Allergien und Verstauchungen genutzt.  Heilerde kommt oft auch bei Magenbeschwerden zum Einsatz, da der Hauptinhaltsstoff Kaolin die Säure binden kann. Heilerde kann in Bezug auf den Magen betreffende Beschwerden langfristig und regelmäßig verwendet werden und dient vornehmlich als Säurepuffer. Bei akuten Magenschmerzen sollte Heilerde nicht eingenommen werden.

Bei regelmäßigen Magenbeschwerden, wie ein Völlegefühl, Krämpfen, die den Magen betreffen, oder bei Sodbrennen kann Heilerde unbedenklich eingenommen werden. Auch bei Durchfall oder einem beschädigten Darm kann Heilerde zur Regeneration beispielsweise des Darms beitragen. Heilerde kann in Form von Talern oder als pulverartiges Mittel in Apotheken oder Drogeriemärkten, wie zum Beispiel Rossmann erworben werden.

Die Anwendung ist einfach. Zwei Stunden nach dem Essen kann zum Beispiel der Taler langsam zerkaut werden. Anschließend trinkt man ein halbes Glas stilles Wasser. Vor dem Schlafengehen wird der Prozess noch einmal wiederholt. Es ist sehr wichtig, darauf zu achten, dass die Heilerde zwei Stunden nach dem Essen eingenommen wird. Nimmt man sie direkt oder kurz nach dem Essen ein, werden Enzyme und Magensäure, also eben die für die Verdauung verantwortlichen Magensäfte, von der Heilerde gebunden, was sich zum Nachteil der Verdauung auswirkt. Die Einnahme vor dem zu Bettgehen ist aus dem Grund sinnvoll, dass das Präparat die sich über Nacht bildende Säure aufnehmen und neutralisieren soll.

Mit dem Heilerde-Pulver wird ähnlich verfahren. Das Produkt ist auch hier zwei Stunden nach der letzten Mahlzeit in einem halben Glas mit stillem Wasser aufzulösen und zu trinken. Vor dem Schlafengehen wird die aufgelöste Heilerde noch einmal getrunken. Zu beachten ist, dass Heilerde, sofern man diese zusammen mit Medikamenten einnimmt, eine beeinträchtigende Wirkung auf die Wirkung des Medikamentes haben kann. Bei einer medikamentösen Behandlung und einer gleichzeitigen Verwendung von Heilerde, sollten mögliche Einschränkungen in der Wirkungsweise des Medikaments mit dem Arzt abgeklärt werden.

Es ist darüber hinaus zu empfehlen, die Ursache der jeweiligen Magenbeschwerden vor der Verwendung von Heilerde durch einen Arzt abklären zu lassen, denn möglicherweise handelt es sich bei den Beschwerden um eine Entzündung der Magenschleimhäute. In diesem Fall wäre Heilerde kein sinnvoller Ersatz für eine medikamentöse Behandlung. Sofern man das Produkt nicht bei ernst zunehmenden Krankheiten, die sich im Magen bilden können, einnimmt, kann Heilerde bedenkenlos verwendet werden.

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