Magenschleimhautentzündung: Osteopathie kann Linderung verschaffen

Ein Osteopath kann Ihnen helfen

Wer lange mit einer Magenschleimhautentzündung zu kämpfen habt und wem die Schulmedizin keine Linderung verschaffen kann, wendet sich oft alternativen Heilmethoden zu. Vor allem der Gang zum Osteopathen wird Patienten mit Magenschleimhautentzündung in diesem Zusammenhang immer wieder empfohlen. Aber was steckt hinter dieser Heilmethode? Und kann sie wirklich eine Gastritis heilen?

Bei einer Magenschleimhautentzündung würden Anhänger der alternativen Medizin die viszerale Osteopathie empfehlen. Hinter diesen Fremdwörtern verbirgt sich eine sehr sanfte Behandlungsmethode, die verschiedene Aspekte des gesamten Körpers berücksichtigt. Die viszerale Osteopathie konzentriert sich auf die inneren Organe und deren Beweglichkeit. Dabei geht die Lehre davon aus, dass alle Organe des Körpers miteinander verbunden sind und sich gegenseitig beeinflussen. Wenn eine Stelle am Körper krankt, wird der gesamte Körper beeinflusst.

Viszerale Osteopathie: der ganze Körper im Blick

Patienten mit Gastritis kommt dieser Teil der Lehre sehr logisch vor. Eine Nutzerin der Community gesundheitsfrage.net berichtet zum Beispiel darüber, dass sie Magenschmerzen hatte und eine Magenschleimhautentzündung bei ihr diagnostiziert wurde. Gleichzeitig klagt sie aber auch über weitere Symptome wie Ohnmachtsanfälle, Fieber und Schwindel. In der Osteopathie wäre dies ein Beweis dafür, wie ein krankes Organ den gesamten Organismus beeinflusst.

Ein Osteopath versucht also, den gesamten Körper zu heilen. Bei der viszeralen Osteopathie wird zunächst der Körper abgetastet, damit sich der Osteopath ein Bild vom Zustand der inneren Organe machen kann. Danach versucht der Osteopath, mit sanfter Druckausübung und Drainage (der Ableitung von Flüssigkeiten, die sich im Körper angestaut haben) die Beweglichkeit der Organe zu erhöhen. Danach sollen sie wieder besser zusammen funktionieren und so das Leiden lindern.

Bekämpfung von Ursachen und Symptomen der Gastritis

Oft wird bei einer osteopathischen Behandlung gleichzeitig eine überraschende Diagnose gestellt. Denn da der Osteopath den gesamten Körper im Zusammenspiel untersucht, findet er oft die Ursachen von Krankheiten an ganz anderen Stellen als herkömmliche Ärzte. So würde ein guter Osteopath auch psychische Leiden oder Substanzmissbrauch bei einer Gastritis vermuten und in seiner Behandlung mit berücksichtigen. Denn die Lehre geht davon aus, dass eine ungesunde Lebensweise oder ein psychisches Problem zwar eine Zeit lang vom Körper kompensiert werden kann, sich aber irgendwann in einer Krankheit äußert.

So würde ein Osteopath gleichzeitig versuchen, mit Massagen und Drainagen und Beratung die Ursachen der Magenschleimhautentzündung zu bekämpfen und nicht nur deren Symptome. Und tatsächlich sehen Verfechter der Alternativmedizin genau darin die Vorteile: Während der Schulmediziner nur die Symptome der Gastritis bekämpfen und auf die Ursachen höchsten aufmerksam machen kann, kann der Osteopath beides gleichzeitig behandeln.

Während man in Deutschland lange misstrauisch gegenüber alternativen Heilmethoden war, setzen sich diese in letzter Zeit immer mehr und mehr durch. Mittlerweile übernehmen die meisten gesetzlichen Krankenkassen einen Teil der Kosten für den Besuch des Osteopathen. Oft erstatten sie bis zu 80 Prozent der Behandlungsgebühren, wenn der Osteopath Mitglied im Bundesverband der Osteopathen ist.

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