Wann ist bei einer Gastritis eine Magenspiegelung nötig?

Magenspiegelung bei einer Gastritis

Magenbeschwerden in Verbindung mit einem allgemeinen Unwohlsein kommen häufig vor und bereiten meist wenig Anlass für eine tiefergehende Untersuchung. Wenn die Symptome dagegen massiv oder über einen längeren Zeitraum auftreten, ist ärztlicher Rat unumgänglich. Liegt eine unangenehme Magenschleimhautentzündung (Gastritis) vor, kann sogar eine Magenspiegelung notwendig sein, um die Diagnose zu sichern. 

Symptome einer Magenschleimhautentzündung

Zunächst ist zwischen der akuten und der chronischen Form einer Magenschleim-hautentzündung zu unterscheiden. Bei einer akuten Gastritis treten Schmerzen in der Magengegend plötzlich auf und ziehen sich mitunter bis hinaus zum Brustbein. Das Schmerzgefühl verstärkt sich auf Druck von außen. Auch ein Ausstrahlen des Schmerzes in den Rückenbereich kommt häufig vor und kann auf eine Erkrankung des Magens schließen lassen. Zu diesem plötzlichen Schmerzauftreten gesellen sich weitere Symptome, die nicht ausschließlich auf eine Gastritis zurückzuführen sind. Übelkeit und Erbrechen sind dabei genauso symptomatisch, wie anhaltendes Völlegefühl, Appetitlosigkeit oder häufiges Aufstoßen. Die akute Form der Gastritis kann sich in eine chronische Magenschleimhautentzündung wandeln. Bezeichnend für die chronische Gastritis ist ein schleichendes Auftreten der Symptome, die anfänglich häufig unerkannt bleiben. Dazu gehören gelegentliches Völlegefühl oder Blähungen. Langfristig können sich jedoch Komplikationen entwickeln, wenn eine chronische Magenschleimhautentzündung unbehandelt bleibt. Möglich sind Magengeschwüre oder Zwölffingerdarmgeschwüre. In seltenen Fällen wird die Entstehung von Magenkrebs begünstigt.

Hilfreiche Hausmittel

Um zumindest die Beschwerden zu lindern, können Hausmittel helfen, die parallel zu der medikamentösen Therapie eingesetzt werden. Einfach anzuwenden und effektiv sind Kräutertees, die die Magenschleimhaut beruhigen und eine entspannende Wärme verbreiten. Insbesondere Kamille, Fenchel und Kümmel sind ideale Helfer. Kohlsaft enthält Aminosäuren, die sich positiv auf den Heilungsprozess auswirken können. Ein weiteres Hausmittel ist Haferschleimbrei. Die aufgequollenen Haferflocken enthalten, übrigens wie rohe Kartoffeln auch, Schleimstoffe, die sich auf die Magenschleimhaut legen. Durch diese Schutzschicht kann eine Linderung von Magenschmerzen erreicht werden. Reizarme Kost, oder der Verzicht auf Mahlzeiten für wenige Tage, sowie eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sind während des Heilungsprozesses sinnvoll.

Magenspiegelung

Bei anhaltenden Beschwerden ist der Gang zum Arzt unumgänglich, da eine medikamentöse Therapie notwendig sein kann. Dies richtet sich nach der Form und dem Typ der Gastritis. Grundsätzlich diagnostiziert der Arzt eine Magenschleimhautentzündung anhand der mitgeteilten Symptome. Eine Ultraschalluntersuchung kann weiteren Aufschluss bieten. Ist eine sichere Diagnose notwendig, kann diese lediglich mittels einer Magenspiegelung gewährleistet werden. Weitergehende Informationen zu diesem Eingriff und seiner Notwendigkeit sind auch im Internet unter http://www.gesundheitsfrage.net/alles-zu/gastritis/magenspiegelung/1 zu finden.

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