Was macht man bei Verstopfung?

So gehen Sie gegen eine Verstopfung vor

Von Verstopfung (Obstipation) spricht man, wenn der Patient weniger als dreimal die Woche Stuhlgang hat und für den Stuhlgang starkes Pressen nötig ist. Die Darmentleerung wird als schwierig empfunden und oftmals stellt das Symptom Verstopfung eine große Belastung für den Betroffenen dar. Frauen sind etwa doppelt so oft von Verstopfung betroffen wie Männer. In der Altersgruppe über 60 Jahre leiden etwa 20 bis 30 Prozent an diesem Symptom.

Typische Merkmale für Verstopfung sind ein dauerhaftes Völlegefühl und ein aufgeblähter Bauch. Nach dem Stuhlgang, bei dem häufig nur kleine Mengen an Kot ausgeschieden werden, fühlt sich der Betroffene oft nicht vollständig entleert. Als begleitende Symptome können Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit, Müdigkeit und Appetitlosigkeit hinzukommen. Die Verstopfung kann dem Patienten „auf die Stimmung schlagen“, viele Betroffene fühlen sich insgesamt unwohl und sind weniger aktiv.

Die Ursachen sind verschieden. Die häufigsten Gründe für eine Verstopfung sind ballaststoffarme Ernährung, zu wenig Flüssigkeit und Bewegung oder Stress. Auch das Reizdarmsyndrom kann dahinter stecken, wobei bei diesem Syndrom häufig ein Wechsel zwischen Verstopfung und Durchfall auftritt. Viele Menschen leiden auch auf Reisen an vorrübergehender Verstopfung. Sie kann ebenfalls bei Krankheit, Bettlägerigkeit oder Fieber entstehen. Mögliche Ursachen sind auch Medikamente wie z.B. Antidepressiva, Psychopharmaka und Codein oder eine Elektrolytestörung. Dabei herrscht z.B. ein Mangel an Kalium oder ein Überschuss an Kalzium. Nervenstörungen wie Diabetes und Parkinson sowie Hormonstörungen wie Schwangerschaftsdiabetes oder Schilddrüsenunterfunktion können ebenfalls eine Darmträgheit herbeiführen. Eine Verstopfung kann auch entstehen, wenn organische Darmerkrankungen vorliegen, we z.B. Darmpolypen, Darmausstülpungen, Morbus Crohn oder Darmkrebs.

Die Therapie bei Darmträgheit hängt von der Ursache ab. Liegt diese in falscher Ernährungsweise, sollte der Patient darauf achten, sich ballaststoffreich zu ernähren und viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Auch regelmäßige Bewegung bringt die Verdauung in Schwung. Helfen kann zusätzlich eine leichte Bauchmassage, ein Glas Wasser oder Fruchtsaft auf nüchternen Magen oder der Verzehr von Trockenobst. Kommt das Symptom öfter vor, können Quellmittel wie Leinsamen oder Flohsamenschalen helfen. Diese werden mit viel Wasser verzehrt und quellen im Darm stark auf, sodass Druck auf die Darmwand entsteht und die Verdauung angeregt wird. Diese Mittel können den Darm langfristig regulieren. Abführmittel sollten möglichst nur im Notfall genommen werden.

Ein Kommentar

  1. Olja K. sagt:

    Ein Schnapsglaserl Speiseöl kann auch helfen. Ansonsten sind Verstopfungen selten, da der Darm sich von der Arbeit nicht abhalten lässt und sich seinen Weg sucht.

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