Was tun bei Verdauungsproblemen?

Was tun gegen Verdauungsprobleme

Verdauungsprobleme kennt heutzutage fast jeder. Ob nun Blähungen, Verstopfung oder Durchfall, hin und wieder leiden die meisten Menschen an einem oder mehreren dieser Probleme. Auch Appetitlosigkeit, Völlgefühl oder Aufstoßen zählen zu den Verdauungsproblemen.

In den meisten Fällen sind diese Symptome eher harmlos, aber es können auch Krankheiten dahinter stehen, die man unbedingt ernst nehmen sollte. Spätestens, wenn die Verdauungsprobleme nicht mehr von allein verschwinden, wenn sich Blut im Stuhl befindet oder wenn Symptome wie Fieber, Schmerzen oder Krämpfe hinzukommen, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Häufige Ursachen für Verdauungsprobleme sind beispielsweise das Reiz-Darm-Syndrom, eine Milchzuckerunverträglichkeit (Laktose-Intoleranz), Nahrungsmittelallergien oder eine Glutenunverträglichkeit. Auch eine Magenschleimhautentzündung oder ein Magengeschwür können die Auslöser sein. Seltener ist Darmkrebs oder eine Leberzirrhose für die Verdauungsprobleme verantwortlich.

Liegt keine der Krankheiten vor, sind häufig eine falsche Ernährung und Bewegungsmangel Ursache für Verdauungsprobleme. Bei Verstopfung kommt häufig noch ein Mangel an Flüssigkeit im Körper hinzu. Verschiedene Nahrungsmittel wie Bohnen, Weizenkleie oder Kohl können zu Blähungen führen, der Verzehr von verdorbenen Nahrungsmitteln sowie eine Infektion mit einem Virus oder Bakterien führen zu Durchfall.

Je nachdem welche Ursache für die Verdauungsprobleme vorliegt, sollte die richtige Therapie angesetzt werden. Liegt kein direkter Krankheitsbefund vor, können zum Beispiel Änderungen des Ernähungs-und Bewegungsverhaltens helfen. Bei Verstopfung sollte die Ernährung ballaststoffreich sein. Auch Nahrungsergänzungsmittel wie Flohsamenschalen oder Leinsamen können helfen, da sie zusätzliche Quellstoffe für den Magen sind und so die Verdauung ankurbeln. Ebenso ist ausreichend Flüssigkeit, mindestens 1,5 Liter am Tag, wichtig, um den Darminhalt weicher zu machen und so Verdauungsprobleme zu vermeiden. Oft können auch z. B. mit einer Eiweiß Diät viele Beschwerden gelindert werden. Ausreichend Bewegung kann einem „trägen Darm“ vorbeugen.

Diese Maßnahmen helfen zwar langfristig, doch wer akut unter Verstopfung leidet, fühlt sich häufig in seiner Lebensqualität eingeschränkt und möchte eine schnelle Hilfe. Diese können Abführmittel bringen, jedoch sollten sie mit Bedacht eingesetzt werden, da sich bei regelmäßiger Anwendung der Darm an die „Hilfe“ gewöhnt und als Konsequenz daraus noch träger wird. Wenn es aber mal nicht anders geht, können zum Beispiel Kapseln mit Riszinusöl oder Schwedenkräuter schnelle Hilfe bringen. In der Apotheke gibt es auch zahlreiche chemische Mittel, die kurzfristig gegen eine Verstopfung helfen.

Durchfall sollte von einem Arzt behandelt werden, wenn er länger als drei Tage anhält oder keine Medikamente zur Behandlung im Haus sind. Die meisten Durchfälle verschwinden aber wieder von selbst, wenn man sich schonend ernährt und möglichst auf Zucker und tierische Fette verzichtet.

Bei Blähungen, Appetitlosigkeit und Völlegefühl können verschiedene Hausmittel helfen, so z.B. Natron, Schwedenkräuter, Kümmel oder Pfefferminzöl. Auch hier ist ausreichend Bewegung wichtig, um diese Verdauungsproble auf lange Sicht in den Griff zu bekommen.

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